VERGLEICHEN warum wir uns nicht mit ALLEN vergleichen sollten
Shownotes
VERGLEICHEN Warum wir uns nicht mit ALLEN vergleichen sollten!
"Igitt Zeugnistag" oder "Hurra, endlich Zeugnisse" oder "Egal, Zeugnisse!" Nicht nur an Tagen wie diesen vergleichen wir uns. Wir vergleichen uns ständig mit Fremden, Freud:innen, Kolleg:innen oder mit Social-Media-Menschen. Doch Vergleiche können Druck, Stress, Selbstzweifel erzeugen. Oder haben sie sogar positive Effekte? Maike und Helge vergleichen Vergleiche…
Ruhe im Gewusel
Wie versprochen, Maikes Links zum Zeugnistag:
https://www.schulministerium.nrw/zeugnis-was-tun-bei-schlechten-noten?utm_source=copilot.com
Und für Murmeltiertag-Fans: https://www.typothek.de/woher-kommt-der-spruch-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier/?utm_source=copilot.com
„Ruhe im Gewusel“ Der Podcast mit Maike Hewing und Helge Hinsenkamp produziert von HinSEHENkamp
Technik und Schnitt: Tobias Schultze
Alle zwei Wochen Freitags. Überall wo es Podcasts gibt.
Musik Intro: Mit Unterstützung von https://www.udio.com/ und kurz im Intro, lang im Outro: Jazzy Spot von Serge Quadrado Music über www.Pixabay.com Vielen Dank für den coolen Sound! Thanks a lot!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallöchen Maika, Hallöchen Wuslons, da sind wir wieder.
00:00:05: Hallöchen.
00:00:06: Was
00:00:06: unsere Wuslons nicht wissen, heute ist Murmeltier
00:00:09: Tag.
00:00:11: An dem Tag, wo wir aufnehmen, weißt du, was Murmeltier Tag ist?
00:00:14: Du hast es mir schon gesagt, ich habe sie vergessen.
00:00:16: Tag in Endloschleife, der Tag ist immer wieder, fängt heute morgen wieder an.
00:00:22: Warum habe ich heute morgen keinen Sport gemacht?
00:00:24: Wie geil wäre das gewesen, wenn ich heute morgen Sport gemacht hätte?
00:00:26: Du wachst ja morgen wieder auf und es ist wieder heute.
00:00:29: Ja, dann mache ich wieder keinen Sport.
00:00:30: Dann kannst du ja dann machen.
00:00:34: Also ein Tag, der in Entloschleife stattfindet.
00:00:36: Und was könnte es Besseres geben als unsere Begegnung an einem solchen Tag?
00:00:41: Das
00:00:41: stimmt.
00:00:43: Das ist wirklich schön.
00:00:44: Schön, dich wiederzusehen.
00:00:46: Nach ewiger Zeit.
00:00:47: Ja.
00:00:48: Ach, man sieht sich.
00:00:52: Ich freu mich auch.
00:00:53: Ich würde sagen, wir haben heute ja das Thema ... vergleichen, hätte ich es bei einer gesagt.
00:00:59: Du hast es schon sofort aufgelöst, warum wir uns nicht mit allen vergleichen sollten.
00:01:03: Das
00:01:04: ist im Grunde der
00:01:04: ganze Satz.
00:01:06: Und was dahinter steckt, nach dem Entwurf.
00:01:28: Ja.
00:01:29: Liebe Wuselans, herzlich willkommen bei Ruhe im Gewusel.
00:01:32: Schön, dass ihr da seid.
00:01:35: Täglich grüßt das Moment hier.
00:01:37: Ganz genau.
00:01:38: Es ist ein Film und das ist eine Lebensart geworden
00:01:40: sogar.
00:01:43: Das verlinken wir mal alles unten und jetzt könnten wir das Intro spielen und dann wieder von vorne anfangen und so weiter und dann wären wir mitten drin.
00:01:51: Aber bevor wir uns unser Master Thema der Ruhe im Gewuselfolge widmen, kommen wir zu einem Vergleichthema, das ja gerade ganz aktuell ist und irgendwie ganz Deutschland bewegt, denn die Halbzeitbilanz ist sozusagen heute gab es gibt es halb Jahreszeugnisse.
00:02:13: Da wird sich wieder verglichen.
00:02:16: Einige kommen mit fiesen Fünfen nach Hause und sagen aber und dann fragt doch die Mutter als erstes und wir waren die anderen so.
00:02:24: Ja, das kenne ich auch.
00:02:25: Und dann kommt er bei älteren Kindern, Mama.
00:02:28: Also, wenn ich rausgehen will und ich sage, die anderen dürfen auch, sagst du mir immer, es ist mir egal, was die anderen machen.
00:02:35: Du bist dann und dann zu Hause.
00:02:37: Und interessanterweise bei so Noten fragt man direkt, und was haben die anderen?
00:02:41: Ja, das ist wir vergleichen.
00:02:44: Wir vergleichen.
00:02:45: Und da müssen wir doch mal ganz schnell so ein Achtsamkeits-Tipp fünfen einfach fünfen sein lassen.
00:02:52: Durchatmen, bevor man das Kind verhaut?
00:02:55: Das wäre auf jeden Fall schon meine gute Idee.
00:02:56: und sich immer daran erinnern, dass das ja auch einfach überhaupt nichts über das Kind aussagt.
00:03:05: Na ja, wir wissen alle, wie schwierig dieses Schulsystem, das Notensystem ist und dass es tatsächlich ja nur die Performance misst und gar nicht so den Prozess, wo es dahin kommt oder wie es dahin kommt, hat das Kind vielleicht einen schlechten Tag gehabt, hat das Prüfungsangst, wenn es diese Arbeiten schreibt.
00:03:20: Ist es vielleicht das Lieblings, nicht das Lieblingskind des Lehrers?
00:03:24: Ja, das wissen wir ja alles nicht.
00:03:27: Ja, was mache ich denn mit dem Sohn, Tochter?
00:03:31: Verhauen war natürlich, muss man ja immer dazusagen, niemals ernst gemeint.
00:03:36: Und Strafen sind ja Null Kommand Null Lösungen.
00:03:39: Ja, einfach schauen.
00:03:41: Also ich mein, im besten Fall sucht man natürlich das Gespräch mit dem Lehrer, was er denkt, woran es liegt und also mit dem Kind zusammen, je nachdem natürlich auch wie alt es ist.
00:03:50: Aber und dann schauen, was braucht das Kind?
00:03:53: Also es ist ja nicht immer, wenn es eine Prüfungsordnung ist, braucht es was ganz anderes, als wenn es im Stoff hinterherhängt und das nicht versteht.
00:04:00: oder wenn es Konzentrationsstörungen, Schwierigkeiten hat.
00:04:03: Also schon gucken.
00:04:06: Also ich bin da fest, in den seltensten Fällen ist es Fauleheit.
00:04:11: Also wenn Kinder schlechte Noten schreiben oder sich nicht fürs Lernen aufraffen können.
00:04:16: Das ist in den seltensten Fällen Fauleheit.
00:04:18: Das ist oft Überforderung oder nicht wissen, wo soll ich anfangen, eine Unstrukturiertheit.
00:04:27: Und einfach gucken, woran nichts ist bei meinem Kind.
00:04:29: Und ja, Schule auch nicht so hoch aufhängen.
00:04:33: Es ist nur Schule.
00:04:34: Was hättest du denn von der Devise?
00:04:36: Sprich immer drüber, sei immer auf dem Laufenden, dann fällst du nicht an so einem Tag wie heute aus allen Wolken.
00:04:42: Ja, in besten Fällen geht das.
00:04:44: Aber wenn du natürlich oder ... Also, man darf sich schon an diesem Tag die Frage stellen, warum hat das Kind mir nichts gesagt?
00:04:53: Ohne.
00:04:55: in Selbstvorwürfe zu gehen, sondern wir haben ja auch unsere eigenen Muster, die dazu führen, dass wir vielleicht sehr streng sind mit dem Kind oder dass wir unbedingt wollen, dass das Kind gute Noten schreibt.
00:05:07: Und das Kind hat aber vielleicht einen ganz anderen Plan für sich.
00:05:10: Und das einfach auch da sein zu lassen, dass es diese Diskrepanz gibt und durchaus aber freundlich selbst kritisch zu gucken, warum traut sich das Kind nicht, mir das zu sagen?
00:05:23: Vielleicht.
00:05:24: Ja, können wir eine ganze Sendung zu machen.
00:05:26: Aber ich hab gedacht, wenn unsere Wustons wir nehmen am Murmeltier-Tag, also zweiten Februar auf, wenn die unsere Wustons uns hören, ist mindestens Zeugnestag Nordrhein-Westfalen zum Beispiel, Anfang Februar, Freitag, erster Freitag im Februar, die viele andere Bundesländer auch schon Ende Januar.
00:05:44: Und es gibt ganz viele, also für die, die sich da wirklich auch ein bisschen ja miteinander setzen wollen, es gibt ja auch so online Elternabende.
00:05:54: Da muss man, ich weiß gar nicht wovon, da kann man sich bestimmt in der Schule, in der jeweiligen Schule erkundigen.
00:05:59: Und die haben immer auch wieder so Themenabende eben zu dem Thema, wie bekomme ich mein Kind besser zum Lernen?
00:06:06: Wie kann ich es besser zum Lernen motivieren?
00:06:09: Da geht es aber auch um Themen wie Social Media, also Kontrolle mit Social Media und solche Geschichten.
00:06:15: Also das wird schon auch was angeboten.
00:06:17: Also ich habe auch ein Stück weit als Elternteil vielleicht auch so.
00:06:20: Ich würde jetzt nicht sagen Verpflichtung, aber es gibt genügend Möglichkeiten, um da so das eigene Verhalten und die eigenen Handlungsweisen zu hinterfragen, zu stärken, wie auch immer, oder sich überhaupt erstmal eine Meinung zu bilden.
00:06:34: Müssen wir mal klick-klick da unten ein bisschen was verlinken in unseren
00:06:39: Show Notes.
00:06:39: Ja, das wäre... Suchst
00:06:40: du was raus?
00:06:42: Wenn ich dran denke, tue ich das.
00:06:45: Und sonst erinnert uns dran.
00:06:46: Ja bitte.
00:06:47: Ihr habt ja bestimmt auch ein bisschen KI und Google und so weiter.
00:06:51: Wir gucken mal, du hast bestimmt einen tollen Tipp.
00:06:54: Jetzt kommen wir zu der provokanten Frage.
00:06:57: Mit wem hast du dich heute schon verglichen, Maike?
00:07:05: Haben wir doch gar nicht, oder?
00:07:07: Doch, ich glaube, ich vergleich mich ständig.
00:07:11: Also ich wüsste es jetzt nicht bewusst.
00:07:13: Ich wusste es jetzt nicht bewusst, mit wem ich mich verglichen habe.
00:07:19: Ja, ich kann es dir wirklich nicht sagen, mir fällt es gerade.
00:07:25: Doch eigentlich, na ja, ein Stück weit Vergleich ist ja auch immer, wenn ich mit Menschen im Gespräch bin, vergleiche ich auch immer, wie würde ich mich fühlen oder was würde ich machen?
00:07:37: Das ist ja auch ein Vergleich.
00:07:38: Wenn mir jemand erzählt, ich hab das und das erlebt und hab so und so reagiert und dann geht das bei mir im Kopf her auch ab und ich denke mir, okay, was hätte ich denn gemacht oder so, das ist ja auch ein Stück weit Vergleich.
00:07:48: Also demnach tue ich das bestimmt häufig.
00:07:53: Genau.
00:07:54: Aber ist das jetzt gut oder schlecht?
00:07:56: Das ist ja vielleicht...
00:07:57: Ich glaube, wie alles im Leben gibt es... Also ist es Fluch oder Segen.
00:08:02: Also Vergleich kann ja zum einen bestärkend sein oder motivierend und zum anderen kann es aber auch dazu führen, dass ich mich selber abwerte, dass ich irgendwie ein Stück weit mich selbst stärker anzweifle oder mich minderwertig fühle.
00:08:23: Das sind halt.
00:08:23: also Vergleich per se ist wie nichts im Leben schlecht, sondern das ist immer die Frage wie oft in welche Richtung vergleiche ich mich?
00:08:31: in diesem Fall ist halt die Richtung vergleiche ich mich oder was vergleiche ich?
00:08:35: ein großes Problem beim vergleichen liegt ja daran oder darin dass ich Menschen beobachte vielleicht und die in ihrem Verhalten.
00:08:43: Sehe und mich aber nicht mit dem gleichen Verhalten unbedingt nur ausschließlich vergleiche sondern bei mir geht das viel tiefer.
00:08:50: also ich sehe vielleicht jemanden der macht.
00:08:53: Ja, da macht ein toller Therapie Sitzung.
00:08:58: So ist es mir ganz oft gegangen in der logopädischen Ausbildung.
00:09:00: Da haben wir uns immer gegenseitig supervidiert und quasi beobachtet.
00:09:05: Und dann war ich immer, mein Gott, die hat das ganz toll gemacht.
00:09:08: Und dann kam sofort immer so ein, so gut bin ich nie.
00:09:13: Also es geht auf einer ganz anderen Schiene auf dieses Vergleichen.
00:09:16: Ich beobachte bei irgendjemand eine Fertigkeit oder eine Fähigkeit und.
00:09:21: komme bei mir dann zu dem Schluss, ich bin nicht gut genug dafür.
00:09:25: Und das ist eine andere Ebene.
00:09:26: Das ist eine viel persönlichere Ebene als auf der Ebene der Fähigkeiten.
00:09:29: Und das ist ein problematischer Vergleich.
00:09:32: Wenn ich aber jetzt zum Beispiel sage, oh, hier, die hat, ich weiß nicht, Mensch, die kümmert sich immer so schön.
00:09:41: um ihre Rosen.
00:09:42: Und ich möchte auch so schöne Rosen haben.
00:09:45: Also gehe ich hin und frag die.
00:09:46: Wie hast du das?
00:09:47: Meine Rosen sind so klein, deine sind so groß.
00:09:49: Was machst du?
00:09:50: Und dann bekomme ich Tipps.
00:09:52: Und dann ist dieser Vergleich und fühlt er dazu, dass ich mir Hilfe, Unterstützung, Rat irgendwas einhole.
00:09:58: Und dann ist das etwas, was, was mir aufwind gibt und was mich weiterbringt.
00:10:03: Das ist wieder schon mit drin.
00:10:06: Das sind ja jetzt unterschiedliche Gründe, warum ich mich vergleiche.
00:10:09: Ist es generell so, warum liegt es in der Uhr der Sache?
00:10:12: Warum vergleichen wir uns denn ständig?
00:10:14: Weil wir vergleiche uns Orientierung geben.
00:10:15: Und vergleiche schenken uns einfach Orientierung.
00:10:19: Wir brauchen ja irgendwie einen Bezugspunkt, um uns einordnen zu können.
00:10:25: Wo stehe ich in der Gesellschaft?
00:10:27: Wo stehe ich?
00:10:28: Ja, wo stehe ich in der Gesellschaft oder in dieser Gruppe?
00:10:32: Pass ich noch dazu oder ich vergleiche mich, wenn ich auf dem Ziel, wenn man vielleicht in der Gruppe auf dem Ziel hin arbeitet und ich sehe, Mensch, die anderen sind schon viel weiter als ich.
00:10:41: Also bin ich noch auf Kurs.
00:10:42: oder was mache ich anders?
00:10:43: oder was machen die anders, dann kann ich davon lernen.
00:10:47: Also Vergleiche, vor allen Dingen soziale Vergleiche liefern uns ja auch Orientierung, vor allen Dingen, wenn wir uns unsicher fühlen.
00:10:55: Vergleiche dienen aber auch zu Inspirationen.
00:10:58: Ja, also die können uns ja auch inspirieren, was anders zu machen.
00:11:01: Und eben die Gefahr liegt darin, dass wir uns auch durch Vergleiche selbst abwerten.
00:11:05: Aber eigentlich brauchen wir Vergleiche als großen Orientierungspunkt.
00:11:10: Immer wieder.
00:11:11: Sorgt es nicht dafür, dass wir dann alle irgendwie versuchen, dieselben zu sein?
00:11:19: Oh,
00:11:20: das ist schon fast eine philosophische Frage.
00:11:21: Mein Gott, Helge.
00:11:25: Ich glaube, es geht nicht darum, die gleichen zu sein, sondern dazu zu gehören.
00:11:30: Das ist das ganz oft.
00:11:31: Wir wollen nicht die gleichen sein, sondern wir wollen dazugehören.
00:11:33: Das wird ja durch diese unsere uralte Angst getriggert, nicht zu einer Gruppe zugezugehören.
00:11:38: Deswegen vergleichen wir, passt das so, wie wir sind und was wir machen, noch zu der Gruppe, zu der wir uns zugehörig gefühlen noch dazu.
00:11:46: Und vielleicht ist es ganz wichtig schon an dieser Stelle zu sagen, wir müssen uns klar sein, dass jeder Vergleich eigentlich nur eine Richtung sein kann.
00:11:56: Und in letzter Konsequenz eigentlich Nicht wirklich viel bringt.
00:12:00: Wir sind und wir bleiben individuell.
00:12:03: Ja, auch in der Gruppe.
00:12:09: Wir haben ganz viel mit anderen Menschen gemeinsam.
00:12:11: Zwei Augen, eine Nase.
00:12:13: Was auch immer.
00:12:13: Wir haben auch gleiche Bedürfnisse nach Autonomie, nach Verbundenheit, nach Kompetenz erleben, nach Sinn oder nach Essen, Schlafen trinken.
00:12:22: All das haben wir gleich mit allen anderen Menschen auch.
00:12:25: Aber niemand.
00:12:27: hat die Erfahrungen so gemacht wie wir, niemand hat die Eltern, ja gut unsere Geschwister noch, haben die gleichen Eltern, aber spätestens da wo es daran geht die eigenen Erfahrungen zu machen, sind wir sehr allein damit.
00:12:38: Keiner hat, macht dieselben, hat dieselben Gedanken und bringt das, jeder bringt also Geschwister zum Beispiel, können die gleichen Eltern haben und sind Grund verschieden, also bringt andere Eigenschaften mit auf die Welt.
00:12:51: Vergleiche hinken immer.
00:12:54: Naja, also wenn Sie jetzt Orientierung
00:12:56: bieten
00:12:57: und Inspiration.
00:12:58: und ich habe auf der anderen Seite, ich sage mal so ein bisschen titelgebend hier heute, warum ich mich nicht vergleichen sollte.
00:13:07: Inspiration ist doch immer gut.
00:13:09: Inspiration ist super.
00:13:11: Ich glaube, dass das Problem oft bei uns liegt, dass wir uns halt eben zu häufig nach oben hin vergleichen, also in Anführungsstreichen nach oben.
00:13:19: Dass es uns ständiger vergleich nach oben uns... Schwer macht, mit dem zufrieden zu sein, was wir bereits sind, was wir bereits haben.
00:13:29: Und so ein Vergleich nach oben fühlt ja auch oft zu Neid.
00:13:33: Aber wir sind genauso sozialisiert worden.
00:13:36: Also das, was du vorhin sagtest, mit dem, es fängt schon in der Schule an, was haben denn die anderen?
00:13:41: Ich möchte erst mal wissen, bevor ich dich lobe, ob du was Besseres bist.
00:13:45: Also da steckt auch immer so ein Stück weit, ich muss etwas Bedeutsames tun.
00:13:51: oder ich muss was Besonderes sein, besonders gut sein.
00:13:56: Das steckt alles dahinter.
00:13:57: und wenn wir das alles mal aufgehen oder das ist sehr anstrengend, wir müssen uns überlegen, dass ein Vergleich so was wie ein kleiner interner Wettkampf ist.
00:14:04: Und dieser interne Wettkampf, der führt dazu, dass unser Nervensystem wieder reagiert, der ist nämlich im Wettkampfmodus, der kämpft oder der will spielen oder so.
00:14:15: Aber wir sind immer aktiviert.
00:14:17: So, und das ist das Problem.
00:14:18: Wenn wir immer aktiviert sind, haben wir immer mehr Adrenalin, nur Adrenalin, wir haben immer mehr Cortisol.
00:14:24: Ja, also wir haben immer mehr
00:14:25: als genug.
00:14:26: Also so auch körperlich geht es.
00:14:27: Also nicht nur physisch, sondern physisch.
00:14:29: Ja, also das Nervensystem oder diese Theorie des Nervensystems umfasst immer alles.
00:14:35: Und Zustand unseres Nervensystems hat immer körperliche Auswirkungen, hat immer kognitive Auswirkungen, also wie wir denken, und hat auch immer psychische Auswirkungen.
00:14:46: Jetzt hast du ja das so ein bisschen da aufgerufen.
00:14:50: Vergleich nach unten.
00:14:51: Also das ist ja dann nicht selbst abwertend, oder wo beginnt unten und oben.
00:14:55: Also können wir immer wieder philosophisch aufziehen, aber Selbstabwertung beginnt damit, wenn ich im Grunde vergleiche, also nicht um mir Inspiration oder irgendwie Orientierung und neuen Input zu verschaffen und es gelassen nehme, sag ich mal, sondern Ja, wenn ich mich damit abwerte, statt aufwerte, aber wobei aufwerten uns ja egal sein müsste.
00:15:22: Ja, also bei der Selbstabwertung geht es ja oft eben darum, was ich vorhin gesagt habe, dass man zweifelt sich als Person an.
00:15:29: Man sagt ja nicht, die anderen können das besser, sondern alle anderen sind besser.
00:15:33: Ja, also das ist nochmal... Alle anderen
00:15:34: sind schon eine Menge,
00:15:35: ja.
00:15:35: Ja, oder der und der kann das besser oder ich schaffe das sowieso nicht.
00:15:40: Da kommt so eine... eine eine Komponente dazu einen Aspekt dazu der sich nicht nur auf die ausschließlich.
00:15:48: Fertigkeit oder Fähigkeit die ich beobachtet habe mit der ich mich vergleiche hinzu hinzu.
00:15:53: ja also da kommt einfach so ein persönlicher Aspekt dahin zu.
00:15:56: so weit kriege ich das sowieso nicht.
00:15:57: also ich werte das ist es geht mehr in die Identität.
00:16:00: ich weiß gar nicht wie ich das näher beschreiben soll und das ist die Gefahr wenn ich mich nach.
00:16:04: Oben vergleiche.
00:16:05: Ich kann auch, wenn ich mich nach oben vergleiche, sagen, oh, da will ich auch hin.
00:16:09: Jetzt lege ich mir mal ganz konstruktiven Plan zurecht und gucke, wie ich da hinkomme.
00:16:12: Dann wirkt es auch wieder motivierend.
00:16:15: Aber dazu müsste ich ja überhaupt wissen, ob das überhaupt mein Medial oder mein Werten entspricht.
00:16:20: Da sagst du was ganz Wichtiges.
00:16:22: Immer schauen, wenn ich mich vergleiche, warum will ich überhaupt dahin?
00:16:25: Was steckt dahinter?
00:16:26: Ich sehe bei dem anderen ja nur Verhalten, Erscheinungsbild, wie auch immer.
00:16:31: Und zu fragen, warum will ich überhaupt da sein?
00:16:34: Was verspreche ich mir eigentlich davon?
00:16:36: Was wird anders, wenn ich da bin, wo der schon ist?
00:16:40: Was ändert sich dann in meinem Leben?
00:16:42: Und manchmal stelle ich vielleicht fest, wenn ich mir diese Frage dann mal stelle, es wird sich eigentlich gar nichts ändern.
00:16:49: Also ich habe ganz oft mit Menschen zusammengearbeitet, die zum Beispiel auch ein Figurprobleme hatten.
00:16:56: Dass die sich mal die frage stellt und die hatten dann mal diese vorstellen auch zehn kilo möchte ich wohl abnehmen oder nach fünf zehn kilo dann ist ja auch gut.
00:17:02: Dann habe ich gefragt okay oder habe ich den mal die Aufgabe geben.
00:17:06: Beobachte dich doch mal eine woche lang und immer wenn du denkst ich muss abnehmen was wäre denn dann in dieser situation besser sich immer wieder zu fragen wenn ich jetzt am schreibt der schütze was wäre jetzt besser.
00:17:18: Oder wenn ich spazieren gehe was wäre jetzt besser wenn ich diese zehn fünf zehn kilo abnehme.
00:17:23: um zu wissen, warum will ich das überhaupt?
00:17:25: Welches wirklich, welches Lebensgefühl strebe ich eigentlich an?
00:17:28: Ach so, dann vergleiche ich mich aber mit einer, ich sage mal gar keinen Menschen, keine Person, sondern einem Gefühl oder einer Erwartung, die ich an mir selbst habe.
00:17:37: Eine Vorstellung, eine Situation.
00:17:39: Die haben ja schon eine Idee, wie sie aussehen wollen.
00:17:41: Also viele haben ja irgendwie eine Idee von einem Schönheitsindial.
00:17:44: So wollen, da wollen sie hin, weil da wartet das gute Leben auf mich.
00:17:48: So, das ist ihre, ihre Idee davon.
00:17:51: Oder... Illusion kann man es vielleicht sogar schon nennen.
00:17:54: Und dann mal konkret zu überlegen, ich gehe spazieren.
00:17:57: Okay, was wäre denn jetzt, was wäre anders, wenn ich jetzt spazieren gehen würde?
00:18:02: Ja
00:18:02: klar, ich würde vielleicht ein bisschen weiterkommen.
00:18:05: Vielleicht, das weiß man aber nicht.
00:18:08: Was wäre anders in meinem Job?
00:18:09: Weil die haben, oft gibt es ja eben auch Menschen, die sagen, dann ist alles besser.
00:18:15: Ja, was ist denn anders?
00:18:16: Also konkreter werden.
00:18:17: Okay, ich brauchte mehr, wenn man beim Spazieren gehen feststellt, ja, ich hab mehr Kondition.
00:18:24: Okay, liegt das wirklich nur an dem Gewicht?
00:18:27: oder liegt es vielleicht auch daran, dass ich mich wegen meines Gewichts weniger bewege?
00:18:31: und könnte ich das vielleicht auch auf eine andere Art erreichen, als abzunehmen?
00:18:34: Nämlich einfach öfter spazieren zu gehen.
00:18:37: Ja, oder wenn ich das Gewicht habe, dann fühle ich mich wohl.
00:18:41: Okay, was tust du denn jetzt, um dich wohlzufühlen?
00:18:43: Da hört man ganz auf dir nix.
00:18:45: Was soll ich denn machen?
00:18:45: Ich fühle mich einfach nicht wohl.
00:18:47: Was könnte dir denn helfen, dich jetzt in diesem Körper wohlzufühlen?
00:18:51: Also wirklich zu schauen, was glaube ich steckt hinter dem von mir idealisierten Bild, mit dem ich mich vergleiche?
00:18:59: Welcher Wert steckt dahinter?
00:19:00: Welches Lebensgefühl?
00:19:01: Welcher Herzenswunsch?
00:19:04: Um dann vielleicht zu merken, Ja, ich muss mich nicht vergleichen mit dieser Vorstellung.
00:19:09: Das ist eigentlich eines der wichtigsten, wir können, also sich immer wieder klar zu machen, wir können uns nicht vergleichen.
00:19:17: Also es bleibt immer ein Vergleich mit Äpfel und Bienen, bleibt es immer.
00:19:24: Das ist klar, jetzt hatten wir aber, das weiß ich aber, dieser messlatten Gedanke, der da so hintersteht.
00:19:31: wenn ich dabei meine ziele oder in diesem ja es ist ein wert oder ein ziel das haben wir in anderen folgen besprochen im auge behalte ja dann dann ist es ja auch ein umgang mit einem selbst darüber nachzudenken.
00:19:48: also dann ist ja vergleichen nicht schlecht
00:19:52: vergleichen ist ja auch nicht schlecht das findet er ist es ja eher.
00:19:57: es geht ja eher darum wie nutze ich den vergleich
00:20:02: Wie lasse ich denn an mich ran?
00:20:03: Oder wie nutze?
00:20:06: Wie nutze ich den Vergleich für mich?
00:20:08: Also schaffe ich es, mir klar zu werden, stopp, ich vergleich mich gerade.
00:20:13: Und dann also Vergleiche, die weisen ja auch auf einen Bedürfnis hin.
00:20:19: Ich will ja, also wenn ich mich vergleiche, dann zeigt mir das ja eigentlich, so wie es jetzt ist.
00:20:24: Also das, was der andere hat oder die andere hat, ist erstrebenswerter als das, was ich habe.
00:20:29: So, und das erstmal zu merken, okay, da scheint ein Bedürfnis zu sein.
00:20:32: Und welches Bedürfnis steckt hinter diesem Vergleich?
00:20:35: Was will ich eigentlich mit diesem Bedürfnis?
00:20:37: Ich sehe vielleicht jemanden, der sich total wohl fühlt in einer großen Gesellschaft und ich bin eher diejenige, die auch gerne mehr Freunde hätte, jetzt mal so als Beispiel.
00:20:47: Also was steckt dahinter, das Bedürfnis nach mehr Verbundenheit?
00:20:50: Und dann habe ich aber die Chance, mit mir selber im Einklang zu gucken, was würde mir denn noch helfen, das Gefühl von Verbundenheit herzustellen?
00:20:59: Oder ich muss mal eben kurz nach einem guten Vergleich oder nach einem guten Vergleich suchen.
00:21:08: Ich kann ja schon mal so zwischenfragen, wie, wie.
00:21:11: Also dazu muss ich ja auch so ein bisschen das Handwerkszeug an der Hand haben, um mich so zu hinterfragen.
00:21:17: Also ich Also es ist ja, glaube ich, leichter in einem drinnen sich zu vergleichen als zu hinterfragen, was ist die Ursache für diesen Vergleich?
00:21:29: Aber das allein schon zu wissen, jetzt zu wissen, vielleicht durch diese Folge zu wissen, okay, ein Vergleich macht mich auf meine Bedürfnisse aufmerksam.
00:21:39: Das ist ja schon wieder ein Schritt in eine Richtung.
00:21:40: Das ist
00:21:41: eine mentale Info.
00:21:42: Und dann kommen wir wieder zu der ersten Folge zurück, dass Achtsamkeit die Mutter aller Dinge ist.
00:21:48: Ich muss es wahrnehmen.
00:21:49: Ich muss es üben, das wahrzunehmen und mich vielleicht mal für einen Tag lang auf die Reise machen.
00:21:54: So wie du gerade gefragt hast, wie oft und mit wem hast du dich heute verglichen?
00:21:57: Ja, da habe ich heute gewonnen.
00:21:58: Obwohl ich wusste, dass wir diese Folge aufnehmen, habe ich da überhaupt nicht drüber nachgedacht.
00:22:01: Aber ich könnte mir das ja für morgen mal vornehmen.
00:22:04: Wo vergleiche ich mich?
00:22:05: Und dann mal kurz stopp.
00:22:07: Mit wem habe ich mich verglichen und das mal so kurz reflektieren.
00:22:11: Ja, was ist es denn, was ich den, ich wollte gerade schon sagen, Neide, aber was ich gerne auch so hätte wie der, damit ich mich verlesen habe.
00:22:20: Und wenn man jetzt mal so überlegt, wenn ich jetzt zum Beispiel jemand sehe, wo ich denke, Mensch, der ist so erfolgreich.
00:22:26: Ja, ich möchte genauso erfolgreich sein wie der.
00:22:29: Dann steckt oft ein Bedürfnis nach Wirksamkeit dahinter, dass ich Entscheidungen treffen kann, die wirksam sind.
00:22:36: Hinter Erfolg und dem Wunsch und dem Bedürfnis nach Erfolg.
00:22:39: Stickt oft der Wunsch nach Wirksamkeit.
00:22:43: Ich kann was verändern.
00:22:44: Ja, oder Geld.
00:22:47: Geld ist oft eher auch so ein Ding nach Sichtbarkeit, nach Anerkennung.
00:22:55: Wenn ich Geld habe, kann ich mir ein großes Auto kaufen.
00:22:57: Ich mache das jetzt mal ganz prototypisch und plastisch.
00:23:00: Wenn ich viel Kohle habe, habe ich ein großes Haus und es ist sichtbar für alle.
00:23:03: Und dann kommen Leute, die schenken mir Anerkennung.
00:23:05: Boah, geiles Haus.
00:23:07: Das ist oft die Suche nach Anerkennung.
00:23:13: Wenn ich irgendwie so denke, ich lebe und anders gesagt, wir leben ja alle in diesen Ambivalenzen, die wir stetig haben.
00:23:21: Also der eine wird zum Beispiel sagen, Künstlerleben ist toll, die können sich oder Selbstständigkeit ist toll, die können sich ihre Zeiten aussuchen, können alles.
00:23:31: Aber jemand, der in der Selbstständigkeit steckt, der denkt vielleicht, ach, so ein Angestelltenverhältnis mit ein bisschen mehr Stabilität wäre auch ganz schön geil.
00:23:38: regelmäßig, kniet auf dem Konto oder...
00:23:41: Ja, Bedürfnis nach Sicherheit.
00:23:43: Ja, also wenn ich ein Bedürfnis nach Stabilität habe, stecke dahinter ein Bedürfnis nach Sicherheit.
00:23:50: Und das sind, also ich kann da wirklich genauer schauen, was, was, was ist es?
00:23:58: Ja, das ist schlüssig.
00:24:00: Also warum?
00:24:02: Warum will ich so sein wie die?
00:24:04: Was ist da anders?
00:24:05: Und warum glaube ich, Brauche ich das oder wozu führt das bei mir?
00:24:10: Was würde anders sein?
00:24:13: Also immer das warum.
00:24:15: Das ist schon mal, da kommen wir ja gleich vielleicht noch zu ein paar Tipps, aber das warum, die warum Frage ist da ja schon mal was.
00:24:21: Was man sich, sag ich mal, aufs Auto vorne übers Radio.
00:24:24: Patsch.
00:24:25: Haben die Leute heute noch ein Radio?
00:24:26: Ich weiß es nicht.
00:24:27: Also da wo das Handy sich mit Dingsen
00:24:30: verbindet.
00:24:31: Ja.
00:24:32: Da Zettel entleben.
00:24:35: Warum?
00:24:36: Und das nächste Mal, wenn der Porsche-Fahrer oder die, was haben wir noch, die Ferrari-Fahrerin vorbei saust, sagt man, warum?
00:24:46: so eine Karre brauche ich ja vielleicht gar nicht.
00:24:48: Und dann fällt einem vielleicht ein Ja, brauche ich doch, weil dann kriege ich auch die Leiter aus dem Baumarkt perfekt mit.
00:24:54: Ah, nee,
00:24:54: das war anders.
00:24:56: Da kaufe
00:24:56: ich mir vielleicht einen Anhänger.
00:24:58: Ja, also tatsächlich, dieses, dass die Frage nach dem Warum ist, in der die sollte man nicht immer stellen, aber in diesem Fall das Vergleich ist wirklich, warum ist es mir denn so wichtig?
00:25:09: Was verspreche ich mir davon, wenn ich so bin wie der oder wie die?
00:25:13: Was verspreche ich mir davon, wenn ich das so oder so mache?
00:25:20: Und was ist es, ich sage mal, dann gibt es ja, ich sage mal, da haben wir so ein bisschen schon angestitched, positives vergleichen, negatives vergleichen und Wenn, das war jetzt so ein bisschen, wie kriege ich das so eingeordnet?
00:25:33: Aber wenn es mich ein Vergleich so positiv, ich sag mal konstruktiv beeinflusst und ich merke das richtig, dann kann ich das ja ruhig weiterspielen, das Spiel, ne?
00:25:43: Auf jeden Fall.
00:25:43: Also wenn sich der Vergleich, ich sag mal, motivierend anfühlt.
00:25:49: Kräftigend, unterstützend, stärkend und anspornd.
00:25:53: So, dann darf ich das natürlich machen.
00:25:55: Wenn er sich aber abwertend anfühlt oder schwächend.
00:26:01: Wenn er mich klein macht, mich minderwettig fühlen lässt, dann ist das die falsche Art von Vergleich.
00:26:07: Und das dürfen wir durchaus so nutzen.
00:26:09: Ich weiß, dass wir sehr auf diese Art des Vergleichs hin erzogen worden sind.
00:26:14: Wir dürfen nämlich auch nicht vergessen, wenn wir uns so fühlen, neigen wir dazu, anders zu konsumieren oder Dinge zu konsumieren.
00:26:21: Also wenn wir uns unzufrieden mit uns sind, dann tun wir Dinge, kaufen wir Dinge, machen wir Dinge, um zufriedener zu sein.
00:26:30: Dieser positive Vergleich sich mit jemandem zu vergleichen und zu sagen, das sind jetzt die nächsten Schritte oder ich bin auf dem Weg zu dem hin, weil das ist vielleicht mein Idol oder wie auch immer oder so wie der möchte ich auch sein, das bewirkt eigentlich so ein Neugier, ein Wiss, ich habe Bock mich weiter zu entwickeln und da merke ich, dass dieser Vergleich positiv ist und fruchtbar ist eigentlich für meine eigene Weiterentwicklung.
00:26:57: Muss man dann auch zugelassen können.
00:26:59: Zeit für eine kurze Vergleichspause?
00:27:01: Sehr gerne.
00:27:03: Was hast du für ein Tee?
00:27:04: Ich vergleiche mal deinen mit meinen.
00:27:05: Wir haben nämlich noch gar kein Tee getrunken heute.
00:27:07: Das stimmt.
00:27:08: Wir gehen gleich mal in einen ganz düsteren Bereich, wo man sich vergleicht.
00:27:15: Jetzt bin ich gespannt.
00:27:16: Ja klar.
00:27:17: Es ist dunkel.
00:27:18: Es ist allgegenwärtig und alle Welt vergleicht sich.
00:27:21: Was kann ich dir denn für einen Tee geben?
00:27:24: Zack!
00:27:24: Jetzt habe ich dir wieder nur ein Geschenk und mir ein Tee hast du.
00:27:27: Oh,
00:27:28: darf ich auch schon vorlesen, was da draufsteht?
00:27:29: Soll ich
00:27:30: das mal nehmen?
00:27:32: Ah, das ist allein das Geräusch.
00:27:34: Welcher Tee ist denn leckerer?
00:27:36: Meiner.
00:27:37: Meiner.
00:27:39: Ah, guck mal.
00:27:39: Also bei mir steht drauf, deine Überzeugung ist deine Stärke.
00:27:42: Wenn ich überzeugt bin, dass ich mich nicht vergleichen muss, ist auch gut.
00:27:48: Ja, guck.
00:27:49: Als ob es da
00:27:50: meiner ist.
00:27:51: Meiner ist recht.
00:27:52: Deiner ist besser als meine.
00:27:55: Heilung beginnt, wenn deine Mutter, nein, deine Muster.
00:28:02: Heilung beginnt, wenn deine Muster und Tendenzen sich auflösen.
00:28:05: Patsch.
00:28:06: Siehst du?
00:28:06: Hör auf dich, da nicht zu vergleichen.
00:28:08: Mach ich auch.
00:28:09: Aber jetzt gucke ich mal, wie lange wir diesen Dengster, jetzt kann ich den noch nicht mal trinken.
00:28:14: Also der dunkle Bereich, wo sich viel verglichen wird, ist ja so schlimm.
00:28:21: Da müssen wir doch drüber sprechen
00:28:22: jetzt.
00:28:24: Da vergleicht sich doch die ganze Welt den ganzen Tag.
00:28:26: Ja.
00:28:27: Und ja, welche Rolle spielt denn Social Media?
00:28:32: Wir könnten so wieder aufzählen, weiß ja jeder, was gemeint ist.
00:28:34: Naja, das Problem ist ja, dass wir da so eine... Permanente Möglichkeit haben uns zu vergleichen.
00:28:40: Also eigentlich lebt der Social Media davon zu vergleichen und ein Stück weit Bedarfe und Bedürfnisse zu schaffen.
00:28:46: Sonst wird es auch nicht so viele Influencer geben, die irgendwas in die Kamera halten und was dann verkauft werden muss, weil die ja selber so ein Lebensstil darstellen, den viele Jüngere vor allen Dingen anstreben und sich damit vergleichen.
00:29:00: Also das ist im Gegner zu früher, da war der Vergleich eher so ein bisschen punktuell.
00:29:04: Ich hatte halt nicht so eine große Reichweite.
00:29:05: Ich habe mich mit meiner Klicke oder mit den Leuten aus meiner Klicke oder Arbeitsgruppe oder wie auch immer verglichen.
00:29:12: Und eben nicht ständig, sondern dann, wenn ich auf sie getroffen bin.
00:29:15: Und jetzt, egal, wenn ich das Handy in der Hand habe, kann ich mich global vergleichen.
00:29:21: Und das auch noch jederzeit.
00:29:23: Und dafür ist unser Gehirn aber auch einfach nicht gebaut.
00:29:26: Eigentlich ist es dafür, das ist eine völlige Überforderung.
00:29:29: Da gehen wir wieder aus nerven System.
00:29:31: Ich stehe ständig, habe ich, bekomme ich von Social Media quasi gespiegelt.
00:29:36: Da gibt es etwas, was ich ... was ich noch erreichen muss.
00:29:41: Also ich bin immer in so einem Wettkampfding.
00:29:44: Ich bin immer in so einem, da muss ich noch hin.
00:29:47: Das Ziel ist da und nicht hier, wo ich bin.
00:29:49: Also weg.
00:29:51: Mal wieder weg ist die Lösung.
00:29:52: Ja,
00:29:53: ja.
00:29:53: Und das Problem ist ja dann, man sieht ja bei Social Media häufig gar nicht, was steckt eigentlich hinter diesem Foto oder hinter diesem Real, ne?
00:30:00: Also wir sehen da immer nur Ergebnisse.
00:30:02: Wir sehen überhaupt nicht den Prozess.
00:30:06: Es gibt keinen Alltag.
00:30:08: Es gibt nur tolle Geschichten, die gepostet werden oder oft.
00:30:11: Oder pseudoalltag.
00:30:12: Oder pseudoalltag.
00:30:13: Genau, wo wir dann denken, ja, ist klar.
00:30:15: Also, wenn ich dann die ganzen Modis sehe, die dann sagen, ich habe drei Kinder und gehe dreißig Stunden arbeiten und ich mach das so, weil ich stehe um vier Uhr dreißig auf und gehe abends um zwölf Uhr dreißig ins Bett oder null Uhr dreißig, damit ich alles fahre und mein Haus ist immer clean.
00:30:28: Also, das ist krank.
00:30:36: Das heißt, das, was da an Körperbildern und Wohlfühlatmosphären und so weiter, das ist nicht vergleichswürdig.
00:30:47: Überhaupt nicht.
00:30:50: Nein, das ist Fake.
00:30:50: Da braucht man sich wirklich nicht dran zu vergleichen.
00:30:53: Es ist einfach pure Fake.
00:30:55: Ja, man guckt sich die Leute an die Scheitern.
00:30:56: Das ist auch ganz schön.
00:30:58: Einer baut eine Hütte und da geht ständig was schief und so weiter.
00:31:01: Und dann geht man...
00:31:03: Das ist tatsächlich interessanterweise in der Verbereitung.
00:31:06: Ja, also wer kennt das nicht, setzt sich vor RTL II, guckt sich da irgendeine Serie an und denkt sich, wenn das Haus mal ganz öselig aussieht bei einem selber, na ja Gott sei Dank, so schlimm wie bei denen ist es bei uns ja noch nicht.
00:31:17: Oder wenn man gerade mal wieder ausgerastet ist und sein Kind vielleicht mal angeflaumt hat und denkt, ich bin hier die letzte Asimutter.
00:31:23: Ja, und dann sehe ich mir die, darf ich das nennen, man wegen die Wollnis oder sowas an, gibt's die überhaupt noch?
00:31:29: Keine Ahnung.
00:31:30: Aber diese bekannten RTL-Zweidinge da, wo ich denke, oh, nee, komm, ist schon alles ... Ich weiß jetzt nicht, ob das ein guter Vergleich ist.
00:31:39: Das hast du in der Vorbereitung, dass du dir eine ganze Staffelweise so was reingezogen hast?
00:31:42: Genau, so was in der Richtung, genau.
00:31:44: Aber das ist ja ... Da holen wir uns ja Vergleich.
00:31:48: Und aus dem Fernsehen, aus dem Medien, aber was ja auch überhaupt nicht realitätsnah ist.
00:31:55: Also ... Diese Familien oder diese Realities, wie sie auch immer, da steht jemand mit der Kamera und filmt, da ist niemand so wie er sonst auch wäre.
00:32:05: Ja, und auch diese ganzen Trash TV-Kucker mit Dschungelcamp und solche Geschichten.
00:32:12: Also auch da sich zu vergleichen und zu sagen, ach ja, gegenüber der bin ich ja noch total.
00:32:18: Also wenn es um emotionale Instabilität geht oder so, wenn man da die Leute im Dschungel sieht, das ist einfach Fake.
00:32:26: Weg.
00:32:28: Ja, ich habe auch links und rechts geklickt, das ist auch so eine, ich sage mal, eine Analyse oder so eine Meta-Analyse stand da, aufgefallen.
00:32:39: Das Social-Media-Vergleiche, also wenn man nach oben schaut, auch wohlbefinden mentale Gesundheit.
00:32:48: Ich wollte gerade sagen.
00:32:49: Ganz weit nach unten.
00:32:50: Ich habe gerade gesteigert
00:32:52: werden kann, wie ich möchte.
00:32:53: Du wusstest doch ein bisschen so das Logo, ne?
00:32:56: Ja,
00:32:56: total.
00:32:57: Ja, und muss ich mal zu überlegen, wie einfach es doch wäre, unser Wohlbefinden beizubehalten, wenn wir uns diesen Mist einfach nicht ständig reinziehen würden.
00:33:05: Also Podcast natürlich mal rausgenommen.
00:33:07: Na klar, das ist ja was anderes.
00:33:09: Ja.
00:33:09: Gilt Podcasts so Social Media?
00:33:10: Nein, natürlich
00:33:11: nicht.
00:33:11: Wollte ich gerade sagen.
00:33:12: Nein.
00:33:14: Also deswegen haben wir ja auch Gibt's zu uns.
00:33:20: Ja, nochmal, wir haben ja die Bedürfnisse schon, hast du vorhin mal angesprochen, was dahinter steckt?
00:33:27: War nochmal Zugehörigkeit?
00:33:29: Ja, also unsere Grundbedürfnisse, unsere psychologischen Grundbedürfnisse sind immer Verbundenheit, Autonomie, also das ist ja schon, also Selbstständigkeit, Selbstbestimmtheit, Autonomie, Kompetenz erleben.
00:33:40: Also ich bin in der Lage, Also ich fühle mich wohl und ich habe die richtigen Fähigkeiten und Ressourcen, um meine Situation zu bewältigen und ganz häufig so einen Sinn erleben.
00:33:48: Wenn ich so das Gefühl habe, ich, das hört sich jetzt so pathetisch an, ich diene etwas größerem oder so.
00:33:54: Aber in dem, das was ich mache, ergibt einen Sinn im größeren Sinne.
00:33:58: Das sind eigentlich unsere psychologischen Grundbedürfnisse.
00:34:00: Das alles zielt immer auf das Gefühl von Sicherheit fürs Nervensystem ab.
00:34:06: Und welche Bedürfnisse stehen dann hinter dem Vergleichen?
00:34:09: Das war dann Aber eher so Anerkennung
00:34:11: und Sicherheit.
00:34:12: Genau.
00:34:13: Erfolg ist so dieses, wenn jemand also Erfolg hat, dass man sichtbar wird.
00:34:17: Und nach Anerkennung ist ja auch etwas, ich werde anerkannt als Gruppenmitglied.
00:34:24: Also es geht in Richtung Verbundenheit.
00:34:28: Das heißt, ich wollte es noch mal gegenstellen, weil dann hast du das Social Media?
00:34:33: gut, du schaltest es nicht ab oder du nimmst es automatisch wahr, wenn du in der U-Bahn bist und es wird wieder irgendwas oben auf dem Screen angezeigt oder irgendwie, also ganz abschalten sich von Vergleichen kann man ja nicht.
00:34:44: Also, wie kann ich denn dann, ich sag mal, die innere Ruhe bewahren, wenn alles um mich herum, ich sag mal, scheinbar mehr oder besser wird als ich?
00:34:57: Also
00:35:00: das Wichtigste ist, glaube ich, so diese Verzerrung zu erkennen, dass ich das Außenleben der anderen, also das, was ich bei denen sehe, mit meinem Innenleben vergleiche, so wie ich mich fühle.
00:35:12: Ja, das, was ich vorhin gesagt habe, ich sehe etwas.
00:35:13: Ach so,
00:35:14: weil du hast ja deren Inneres, hast ja nicht gesehen.
00:35:16: Ja.
00:35:16: Ich sehe nur das, was die zeigen, egal ob Social Media oder nicht Social Media, aber diese Verzerrung zu erkennen.
00:35:23: Ich vergleiche Fertigkeiten, Status von anderen.
00:35:26: mit meinem Innenleben, also etwas, was ich im Außen sehe, mit meinem Innenleben.
00:35:31: Das ist überhaupt kein fairer Vergleich, wenn man das so sagt.
00:35:35: Und dein Nervensystem weiß das eigentlich auch.
00:35:39: Und du kannst dich hier versuchen, immer wieder zu sagen, ich sehe nur das Ergebnis.
00:35:45: Ich sehe nicht, was die dafür getan haben.
00:35:47: oder was deren Kosten sind.
00:35:49: Ja, weiß ich, ob dieser Mensch, der als Influencer irgendwo ist, was der sich alles gefallen lassen muss, um diesen Job zu machen.
00:35:57: Ja das wird ja das wird ja nicht gezeigt oder worauf die verzichten müssen wenn sie durch die jemand der wo man sagt war der kann die ganze zeit durch die welt reisen.
00:36:05: ist das wirklich so erstrebenswert die ganze zeit durch die welt zu reisen und da überall.
00:36:09: Zu sein und irgendwas zu posten oder ist es nicht auch schön zu hause zu haben und feste freunde zu haben?
00:36:14: ein zweiter tip ist wenn ich in diesem loch bin oder alles sind besser oder alle sind.
00:36:21: Als ich oder haben mehr als ich ist so diesen vergleich insgesamt wieder zu verlangsamen.
00:36:27: Da hinzugehen.
00:36:28: Also
00:36:28: das war jetzt losgelöst von Social Media schon.
00:36:30: Total,
00:36:31: total, total.
00:36:32: Das ist das erste
00:36:33: Logo.
00:36:34: Ja, Social Media aus oder einfach mit einer gewissen oder mit einer kritischen Grundeinstellung da reinzugehen zu wissen, das ist für Social Media produziert und hat nichts mit dem Alltag zu tun.
00:36:47: und den Vergleich zu verlangsamen, damit meine ich nicht zu denken, ich bin schlecht oder sofort in dieses Gefühl zu kommen, alle anderen sind besser als ich, sondern sich zu fragen, was genau berührt mich hier?
00:36:58: Was ist mein Bedürfnis?
00:37:00: Okay,
00:37:01: zweites.
00:37:02: Ja.
00:37:03: Das war das zweite.
00:37:04: Das war das zweite.
00:37:05: Bewusst.
00:37:06: Und so als Idee nochmal, sich mal wieder zurück zu erinnern.
00:37:12: Was sind eigentlich meine Werte?
00:37:14: oder ... Wenn niemand zuschaut, nach welchen Kriterien würde ich eigentlich mein Leben bewerten und gestangen.
00:37:22: Und das dann
00:37:23: vergleichen.
00:37:24: Und das dann vielleicht vergleichen.
00:37:25: Und dann ist es vielleicht gar nicht mehr attraktiv
00:37:27: zu den Werten sozusagen.
00:37:28: Ja, also weil dann verliert dieser Vergleich die Attraktivität und auch diesen Nutzen, dass sich dahin muss.
00:37:33: Also ja.
00:37:39: Okay, das sind ja schon mal drei ganz gute Sachen, ne?
00:37:43: Wenn man das schon mal macht, dann hat man schon viel zu tun.
00:37:46: Ja, also ich würde diese drei Sachen so das zu entkoppeln.
00:37:52: Das eine ist das Äußere von dem, das andere ist das Innere von mir und zu sagen, okay, was steckt wirklich dahinter?
00:38:00: Also nicht, ich bin schlecht, sondern... Was berührt mich da gerade?
00:38:04: Was stört mich?
00:38:05: oder was will ich erreichen?
00:38:07: Und eben zu schauen, ist das wirklich mein Maßstab?
00:38:10: oder glaube ich bloß weil alle das cool finden oder weil es gerade in ist oder weil man mir suggeriert, das ist genau richtig.
00:38:16: Passt das überhaupt zu mir?
00:38:17: Also wenn niemand zuschaut, wie würde ich mein Leben gestalten wollen?
00:38:21: Das ist eine ganz tolle Frage, die mich sehr schnell zu mir zurückbringt.
00:38:27: Also passt das unter warum?
00:38:29: Ich wollte ja immer gern postet jetzt irgendwo hinkleben mit warum.
00:38:33: Ja klar.
00:38:34: Machen wir, ne?
00:38:35: Na sicher.
00:38:36: Weil dieses Postet.
00:38:37: warum, das ist erfragt ja genau danach, wozu ist es denn gut in meinem selbstbestimmten Leben, das keiner sieht.
00:38:43: Wozu, warum würde ich es tun?
00:38:44: Wofür würde es mir dienen?
00:38:46: Du kannst auch wozu, wofür all diese Frageworte nutzen.
00:38:49: Aber ja, warum sollte ich es tun in einem Leben, was mir selbstbestimmt ist?
00:38:55: Ja, da freue ich mich doch, dass wir unseren... Wooslons, was mit an die Hand geben können.
00:39:02: Ich würde gerne
00:39:03: noch was
00:39:03: sagen.
00:39:04: Was denn noch?
00:39:04: Ja, das ist, ich weiß, haben wir überhaupt noch Zeit.
00:39:07: Na
00:39:07: klar.
00:39:08: Aber wir haben ja gerade
00:39:08: viel.
00:39:09: Ich bin derzeit an diesem Tee, sonst wird er gar nicht getrunken.
00:39:11: Wir haben ja gerade viel über den Vergleich mit anderen gesprochen und eigentlich gar nicht mit dem Vergleich.
00:39:16: Doch, haben wir
00:39:17: gemacht über uns selbst.
00:39:18: Haben wir doch gemacht.
00:39:19: Aber nicht wirklich.
00:39:20: Woher weißt du eigentlich, was ich sage?
00:39:22: Ja,
00:39:22: das weiß ich doch, weil das haben wir doch gemacht.
00:39:28: Das mit dem, wie ich gerne sein möchte oder was meintest du?
00:39:32: Nee, ich meine, wenn ich mich mal vergleiche mit meinem Ich von vor einem Jahr zum Beispiel.
00:39:37: Ach, das ist mit mir in der Vergangenheit.
00:39:40: Genau.
00:39:41: Ja, das sollen wir dann doch schon machen.
00:39:43: Weil das sind ja auch Vergleiche, die immer, also in den meisten Fällen, stimmt auch nicht, aber die, die positiv sein können.
00:39:50: Ja, wenn ich sehe, wie habe ich vor einem Jahr noch gedacht?
00:39:53: Wie war ich vor einem Jahr drauf?
00:39:54: Welche Entscheidungen habe ich vor einem Jahr getroffen?
00:39:57: Und was mache ich jetzt?
00:39:58: oder was war meine Routinen vor einem Jahr?
00:40:00: Und was sind sie jetzt?
00:40:00: Was hat sich verändert?
00:40:02: Also diesen Vergleich zu nehmen und weniger in die Wertigkeit zu kommen, um das zu bewerten, sondern einfach als Verlaufsbeobachtung zu sehen.
00:40:09: Ich hab mich verändern, mich nichts bleibt, wie es ist.
00:40:11: Vor zehn Jahren war ich ein ganz anderer Mensch als jetzt.
00:40:15: Und das sind Dinge dazu gekommen, die ich niemals hätte vorhersehen können und vorher sagen können.
00:40:20: Und das auch als Stück weit zu sehen, das Leben.
00:40:25: dreht sich weiter in seinem eigenen Tempo und schenkt die Dinge, die oder gibt mir die Dinge, die ich brauche, um weiterzumachen oder die ich vielleicht auch nicht brauche, aber die trotzdem für mich bestimmt sind.
00:40:37: Gerade wenn ich mich nach oben verglichen habe und in so einer Selbstabwertung stecke, vielleicht mal zu gucken, okay, und wo stand ich vor drei Jahren oder vor fünf Jahren?
00:40:47: Das sollte man aber trotzdem mit Gelassenheit machen oder nicht?
00:40:51: Also ich meine, wenn du sagst, das wäre immer positives, kann natürlich auch.
00:40:55: Kann es auch.
00:40:57: Ja, kann auch.
00:40:58: Aber normalerweise lernt man immer dazu.
00:41:03: Man geht nicht dümmer aus dem Leben heraus, als man hereinkommen ist.
00:41:07: Aha.
00:41:08: Also sprich,
00:41:09: ich habe vielleicht was verloren.
00:41:11: Ich vergleiche
00:41:11: dich mit dir selbst.
00:41:12: Ja.
00:41:14: Vielleicht habe ich was Materielles verloren oder einen guten Job verloren oder einen Partner verloren.
00:41:18: Aber ich habe wahrscheinlich etwas dazu gewonnen, eine Erfahrung dazu gewonnen, die mindestens genauso kostbar ist und wertvoll ist.
00:41:31: Zack, habe ich mir auch noch mal aufgeschrieben hier.
00:41:36: Ja, ich finde, dann hast du genug zu tun.
00:41:37: Ja, also wir alle hier haben viel zu tun und wir wollen an unserem Brauch natürlich auch festhalten, ein paar Vergleichskäke zu knabbern bis zum Abwinken.
00:41:51: Warte mal.
00:41:52: Vergleichskeks.
00:41:55: Nein, andere schaffen mehr Schritte als du.
00:41:59: Steht in meinem Keks von heute.
00:42:02: Das glaube ich dir nicht.
00:42:05: Andere haben mehr Zeit für sich.
00:42:08: Ja, guck mal, lass uns doch mal gucken, welches Bedürfnis steht denn dahinter?
00:42:12: Andere schaffen mehr Schritte als du.
00:42:14: Das heißt, du neidest andere Menschen, oder du vergleichst dich mit Menschen, die Sportlicher sind oder die mehr draußen sind, worum geht es dabei?
00:42:21: Die Schritte
00:42:22: war übertragen gemeint.
00:42:23: Ich hatte mir das hier nur so aufgeschrieben, weil ich dachte, als Überleitung zu unseren Glückskegeln wäre das ganz gut.
00:42:28: Also da kannst du nicht mit dem Mein-Inneris jetzt schauen.
00:42:30: Ja doch klar, aber sonst wäre das ja nicht in den Kopf gekommen.
00:42:34: Das stimmt.
00:42:36: Zeigt mir etwas, was du geschrieben hast und ich sage dir, wer du bist, das ist...
00:42:40: Was war das Zweite?
00:42:41: Andere haben mehr Zeit für die...
00:42:42: Für sich.
00:42:44: Ja.
00:42:44: Andere haben mehr Zeit für sich.
00:42:46: Das heißt, steht dahinter, das Bedürfnis, dass du gerne mehr Zeit für dich hättest.
00:42:50: Ja, klar.
00:42:51: Mehr
00:42:51: Zeit nach Ruhe und selbstbestimmten Leben.
00:42:56: Da mag jeder jetzt reininterpretieren, was er möchte.
00:42:59: Möchtest du ein Glückskeks?
00:43:00: Der ist das lieber Glückskeksessen als Vergleichskexe.
00:43:03: Ich möchte, dass du mir einen aussuchst.
00:43:05: Ehrlich?
00:43:06: Ja, du darfst die Glücksfee sein heute.
00:43:07: Ich glaube, hier ist ein Glückskeks.
00:43:09: Oh, wie schön du den gefangen hast.
00:43:12: Ich weiß gar nicht, welche.
00:43:13: Wir haben die sind alle durcheinander geraten.
00:43:16: Hattet ihr von Sylvester noch welche?
00:43:19: Nein, das sind die von Ostern noch.
00:43:24: Aber sie riechen ja auf jeden Fall schon nicht so künstlich wie die letzten.
00:43:28: Was heißt Kuck?
00:43:29: Ich mach mein erst mal auf.
00:43:30: Folge deinem Herzen.
00:43:31: Siehst du, dann brauchst du die auch nicht zu vergleichen.
00:43:34: Voll gedacht.
00:43:34: Das ist ja was ein Zufall.
00:43:36: Jetzt ist die richtige Zeit für neue Freundschaften.
00:43:39: Ja, damit können wir es auch bekannt geben.
00:43:41: Das war unsere letzte Folgeruhe
00:43:43: im Gewusel.
00:43:44: Du hast eine neue?
00:43:45: Ja.
00:43:46: Nein, natürlich nicht.
00:43:47: Also es ist ja... Und täglich grüßt das wo mit dir.
00:43:49: Wir könnten jetzt das Intro spielen und weitermachen.
00:43:54: Ach, das ist ja... Was stand denn?
00:43:56: Die Zeit für neue Freundschaften.
00:43:57: Ich wollte mich eigentlich von wesentlichen alten Seilschaften endlich trennen, dies
00:44:00: Jahr.
00:44:01: Ja, das ist aber wichtig.
00:44:01: Du musst ja erst Altes loslassen um Neues.
00:44:03: ... empfangen zu können.
00:44:04: Sonst hast du ja noch weniger Zeit für dich.
00:44:08: Ja, naja gut.
00:44:09: Also ich weiß lieber erst mal den Keks.
00:44:11: Den den auch nicht.
00:44:12: Was mache ich jetzt?
00:44:12: Oh!
00:44:14: Die schmecken auch wohl.
00:44:15: Ich weiß gar nicht, was du hast.
00:44:17: Also im Limen ... ... vergleicht euch mit euch selbst.
00:44:21: Seid nett zu euch.
00:44:23: Nächste Woche, oder obgeiz?
00:44:25: Nächste Folge.
00:44:26: In zwei Wochen.
00:44:27: Dann wird das Thema alles auf Anfang sein.
00:44:32: Dann machen wir wieder alles auf Anfang.
00:44:34: Ich sag mal, dann wird's auch ... vermutlich schon Aschermittwoch mal wieder so gewesen sein und dann kann man ja noch mal alles, die Neujahrsvorsätze, sind gelaufen und wir setzen wieder alles auf einen Anfang.
00:44:46: Wir müssen immer noch am Essen.
00:44:49: Ja, ich wollte es ganz schnell sagen, eben, dann ist unser System auch erst bereit, anzufangen.
00:44:54: Diese ganze Geschichte mit dem Januaranfang.
00:44:57: Unser Körper und unser Geist ist eigentlich noch im Winterschlaf.
00:45:00: Es ist viel zu früh.
00:45:01: Reicht, wenn wir das nach Karneval machen.
00:45:04: Gut, bis dahin eine ruhige Zeit.
00:45:07: Mit weniger Vergleichen
00:45:08: und mehr
00:45:09: Gelassenheit.
00:45:12: Bis zum nächsten Mal.
00:45:13: Bleibt
00:45:13: wie du bist.
00:45:14: Sowieso.
00:45:29: Tschüss.
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